Elefantenherde im üppigen Buschwald
Reiseberichte

Nur Männer, nur Safari.

Reisebericht · Freundesgruppe · 9 Tage · Tarangire, Serengeti · Guide: Colin

Ich sage das manchmal zu Adam, und er stimmt mir zu: Reine Safari-Gruppen, die bewusst auf den Strand verzichten, sind eine eigene Art von Gast. Sie wollen nichts anderes außer das, wofür sie gekommen sind.

Drei Männer, Anfang vierzig, Freunde seit dem Studium, buchten neun Tage ohne Sansibar. Ich respektiere das sehr.

Tarangire zuerst. Ich holte alle früh ab — 5 Uhr, noch dunkel. Einer der drei war als Einziger ohne Murren pünktlich. Die anderen kamen mit Kaffeebecher und halbgeschlossenen Augen. Ich schob das Dach auf, noch in der Dunkelheit, und fuhr los.

Der erste Morgen im Tarangire bei Dämmerung: das Licht verändert sich in Minuten. Von Dunkel zu Blau zu Rosa zu Gold. Und in diesem Licht — eine Elefantenherde, die den Weg kreuzte. Dreißig, vierzig Tiere. Einer von ihnen, der die halbe Fahrt geschlafen hatte, war plötzlich wach.

Zwei Tage Tarangire. Ich parkte mehrmals abseits der Hauptpisten auf Sandwegen, die nur bekannt sind, wenn man sie kennt — und ließ den Motor aus.

„Warum halten wir hier?", fragte einer der drei das erste Mal.

„Warten", sagte ich. Zehn Minuten später: ein Leopard, der aus dem Busch trat, uns kurz ansah und dann weiterging. Keine zwanzig Meter.

Dann drei Tage Serengeti. Großer Bogen, Dach permanent offen, früh raus, spät zurück. Einer fragte mich am zweiten Tag, ob ich die Tiere nicht irgendwann satt habe. Ich sagte nein. Er schaute mich an, als ob er das nicht glaube.

Dann sah er einen Geparden auf der Jagd — dieser Sprint, diese Präzision, dieser Staub — und fragte nicht mehr.

Das Lagerfeuer jeden Abend war lang. Einer fragte mich viel über Tansania — über die Parks, wie es war, als Kind hier aufzuwachsen. Ich erzählte gerne. Das sind die Abende, die ich mag: wenn Safari mehr wird als Tierbeobachtung.

„Colin", sagte einer von ihnen am letzten Abend, „ich komme wieder. Aber dann mit meinem Sohn."

Das ist, was diese Reise bedeutet. Man kommt für sich selbst — und fährt mit dem Wunsch zurück, es zu teilen.

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