
Reisebericht · Freundinnen · 9 Tage · Serengeti, Sansibar · Guide: Adam
Eine Gästin schrieb mir an einem Donnerstagabend. Sie und eine Freundin wollten in drei Wochen nach Tansania. Ob das möglich sei. Ich schrieb zurück: Ja.
Drei Wochen ist kurz für eine Safari-Planung, aber wir fanden gute Plätze in der Serengeti und eine Unterkunft auf Sansibar. Alles stand in zwei Tagen.
Die beiden kamen mit einer Energie an, die ich mag: unbelastet von zu langer Vorfreude. Sie hatten keine drei Jahre auf diesen Moment hingefiebert. Sie hatten drei Wochen darauf gewartet. Das macht einen Unterschied. Man ist wacher. Weniger enttäuschbar.
Serengeti, erster Morgen. Ich schob das Dach auf, sie schaute hinaus und sagte:
„Adam. Es ist so groß."
Ja. Das ist die Serengeti.
Die Freundin hatte eine analoge Kamera dabei — einen alten Film-Spiegelreflex, den ihr Vater ihr gegeben hatte. Sie fotografierte sparsam, weil Film endlich ist. Das verändert den Blick: man überlegt, ob ein Moment ein Foto wert ist, statt alles automatisch zu dokumentieren.
Am zweiten Tag fanden wir einen Geparden mit zwei Jungen. Die Mutter lag entspannt auf einem Termitenhügel, die Jungen spielten um sie herum. Wir standen eine Stunde. Drei Fotos. Drei.
„Die werden perfekt", sagte sie.
Ich fragte, woher sie das wisse. Sie sagte: „Weil ich mir Zeit gelassen habe." Das gefiel mir.
Die Stimmung war leicht und gut — viele Witze, viel Lachen, aber auch diese Bereitschaft zur Stille, die nicht selbstverständlich ist. Wenn ich den Motor abstellte, wurden beide sofort ruhig. Als hätten sie das schon immer gewusst.
Sansibar übernahm dann die zweite Hälfte. Ich begleitete sie nicht dorthin. Eine der beiden rief mich vom Hotel aus an — ein kurzer Anruf, nur um zu sagen:
„Adam, der Sonnenuntergang hier ist unglaublich."
Ich sagte: Ja. Er ist jeden Abend unglaublich.
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