Mount Meru im Sonnenaufgangslicht über üppiger Landschaft, Arusha
Reiseberichte

Die natürlichen Pools bei Arusha.

Reisebericht · Pärchen · 10 Tage · Arusha, Lake Manyara, Sansibar · Guides: Adam & Colin

Die meisten Gäste fliegen nach Kilimanjaro, fahren nach Arusha, schlafen eine Nacht und fahren dann in die Parks. Arusha ist der Durchgangspunkt. Das ärgert mich ein bisschen — nicht für Arusha, die Stadt braucht mein Mitgefühl nicht. Sondern weil es bedeutet, dass die meisten Menschen etwas übersehen.

Die natürlichen Pools.

Etwa eine Stunde von Arusha, abseits der Touristenrouten, gibt es Quellen — kristallklares Wasser, das aus dem vulkanischen Untergrund tritt, in natürliche Becken fließt, umgeben von tropischer Vegetation, kühl selbst in der Mittagshitze. Kaum Touristen. Kaum bekannt. Einer jener Orte, zu dem man nur kommt, wenn jemand Einheimisches den Weg kennt. Wir kennen ihn.

Ein Pärchen buchte zehn Tage. Sie hatten eine ungewöhnliche Bitte: Sie wollten nicht die klassische Route. Kein Serengeti, kein Ngorongoro. Ob wir das hinbekommen, fragten sie.

Ich sagte: Ja.

Wir begannen einen Tag früher als nötig in Arusha, und ich fuhr die beiden zu den Pools. Colin kam mit — er kennt sie gut, wir haben als Kinder dort gespielt.

Er sah das Wasser und war sofort drin. Sie saß am Rand, Füße im Wasser, und schaute auf die Vegetation um uns herum. Colin erklärte ihr die Pflanzen — er kennt jeden Baum, jede Schlingpflanze, jeden Schmetterling in dieser Region. Ich parkte den Landcruiser im Schatten und machte Mittagessen.

„Das steht in keinem Reiseführer", sagte sie.

Colin sagte: „Gut so." Wir aßen unter einem Baum, das Wasser rauschte leise. Ein vollkommener Mittag.

Dann Lake Manyara — zwei Tage, Dach offen, die baumkletternden Löwen, die Flamingos, die Rift-Valley-Steilwand als Hintergrund für alles. Colin übernahm den zweiten Manyara-Tag, weil er eine bestimmte Stelle kennt, von der aus man morgens die Flamingos in bestem Licht sieht.

Sansibar holte das Paar für fünf Tage ab — Stone Town, Norden der Insel.

Er schrieb mir nach der Reise einen langen Brief. Er beschrieb jeden Tag, sehr genau, sehr gut. Und er schloss mit einem Satz, den ich seither nicht vergessen habe:

„Danke, dass ihr uns nicht dorthin gebracht habt, wo alle hinfahren. Sondern dorthin, wo ihr zuhause seid."

Das ist Mihikopoa. Nicht die Route. Der Weg dahinter.

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